Tarifvertrag ig metall bayern unkündbarkeit

5. Juni 2019: Die Beschäftigten der Bleistiftindustrie sind heute zum ersten Mal in einen “Warnstreik” getreten. Damit hat die IG Metall ein starkes Signal an die Arbeitgeber gesendet, die den guten Arbeitstarifvertrag ablehnen wollen, der den Arbeitnehmern zugute käme. Die IG Metall kämpft für mehr Aufwertung der Unteren Lohngruppen. Arbeitszeit• Ab 2019 ein Recht für alle Vollzeitbeschäftigten mit mehr als 2 Jahren Betriebszugehörigkeit, ihre Wochenarbeitszeit für 6 bis 24 Monate auf 28 Stunden zu reduzieren. Nach Ablauf dieses Zeitraums haben die Arbeitskräfte das Recht, den Vorgang zu wiederholen. • Die vorübergehend reduzierte (28 Stunden) Wochenarbeitszeit wird auf 10 % der Erwerbsbevölkerung begrenzt. Beantragen mehr als 10 % der Arbeitnehmer eine Verkürzung der Arbeitszeit, Vorrang haben dann diejenigen, die Schichtarbeit, Pflege von Angehörigen oder kleinkinderfürsorge (bis 8 Jahre) leisten.• Die Arbeitgeber haben auch die Möglichkeit, Arbeitnehmer mit 40-Stunden-Verträgen zu beschäftigen (derzeit auf 18 %/13 % aller Verträge je nach Tarifregion festgelegt), aber die Betriebsräte werden mehr und stärkere Widerspruchsrechte haben, wenn die durchschnittliche Wochenarbeitszeit von durchschnittlich 35,9 Wochenstunden über alle Arbeitnehmer hinausgeht. Der Schwerpunkt liegt in der Metropolregion Nürnberg. “Die Arbeitnehmer sind bereit, für einen guten Tarifvertrag zu kämpfen, das ist ein starkes Signal an die Arbeitgeber, die sie ablehnen wollen”, sagt Johann Horn, Bezirksleiter der IG Metall Bayern.

Zum Tarifvertrag für die Bleistiftindustrie gehören die Bleistifthersteller Faber-Castell, Schwan-Stabilo und Lyra, die zusammen rund 3.400 Beschäftigte beschäftigen. Schwan Stabilo hat zwei Standorte in Heroldsberg und Weißenburg mit rund 2.200 Mitarbeitern. Faber Castell hat zwei Standorte in Stein und Geroldsgrün mit rund 1.100 Mitarbeitern. Lyra hat einen Standort in Nürnberg mit fast 100 Mitarbeitern. Die Warnstreiks fanden am 5. Juni 2019 an allen Standorten statt. Heute beteiligen sich zum ersten Mal überhaupt Arbeitnehmer der Bleistiftindustrie an einem Warnstreik. In allen fünf Unternehmen, die Teil der branchenüblichen Tarifverhandlungen für die Bleistiftindustrie sind, forderte die IG Metall die Beschäftigten auf, vorübergehend ihre Arbeit niederzulassen.

Die neue Vereinbarung der Metall- und Elektroindustrie in Baden-Württemberg, die als Pilotvereinbarung für andere Tarifrunden in Deutschland gelten soll, ist ein positives politisches Signal für die Vereinbarkeit von Beruf und Privatleben. Es zeigt, dass wir die Krisenzeit beenden und dass die Arbeitnehmer für ihre Rechte für einen fairen Anteil an der Erholung eintreten. Die Vereinbarung zeigt auch, dass die “Flexibilität” am Arbeitsplatz nicht nur von den Arbeitgebern, sondern auch von den Arbeitnehmern festgelegt werden sollte. Es gibt drei Hauptausleinen aus der Vereinbarung, die sich auf Löhne, Arbeitszeit und den so genannten Tariflohnzuschlag beziehen. Die deutsche Fassung des Artikels in den IG Metall Nachrichten unter folgendem Link: www.igmetall-bayern.de/nachrichten/ansicht/datum/2019/06/04/titel/heute-erstmals-ueberhaupt-warnstreiks-in-der-bleistiftindustrie/ IndustriAll Europe begrüßt den am 6. Februar zwischen der IG Metall und Südwestmetall unterzeichneten Tarifvertrag. Das Abkommen steht an der Spitze der Tarifverhandlungen und ist ein positives Beispiel für die Sozialpartner nicht nur in Deutschland, sondern in ganz Europa. Die IG Metall fordert eine Lohnerhöhung von 5 Prozent und mindestens eine Mindesterhöhung von 150 Euro für einen Zeitraum von zwölf Monaten. Auch die Auszubildenden sollten überproportional von den Lohnerhöhungen profitieren. Die Arbeitgeber haben jedoch eine unverhältnismäßige Lohnerhöhung für die unteren Lohngruppen abgelehnt. Sie haben nur 1,8 Prozent und in einer zweiten Stufe 1,6 Prozent mehr Geld für einen Zeitraum von 24 Monaten angeboten.

Carsten Kuttnik, Verhandlungsführer der IG Metall Bayern, erklärte: “Dieses Angebot in Höhe der Preiserhöhung ist eine Unverschämtheit.

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